14. Januar 2016

Was ist Kinderosteopathie?

Osteopathie ist eine sehr sanfte Behandlungsmethode, die die körpereigenen Selbstheilungskräfte nutzt und vor allem bei funktionellen Beschwerden helfen kann – häufig auch bei solchen, für die es keinen klaren körperlichen Befund gibt. Das macht die Heilmethode gerade für Kinder so attraktiv.

Kinderosteopathie

Bei Babys und Kleinkindern sind solche Dysfunktionen oft Folge von Schwangerschaft oder Geburt. Denn hier wirken enorme Kräfte auf den kleinen Körper ein, insbesondere auf den Hals und Kopfbereich. So kann die Enge im Geburtskanal zu einer Verschiebung der Schädelknochen oder der oberen Halswirbel führen. Gefäße und Nerven können eingeengt werden und verschiedenste Symptome auslösen. Schiefhals, Saug- und Schluckstörungen, Koliken, Schlafprobleme oder häufiges Schreien sind typische Beschwerden, bei denen Osteopathie helfen kann.

Zu empfehlen ist ein vorbeugender Check. „Ich empfehle, jedes Baby in den ersten vier Wochen nach der Geburt osteopathisch untersuchen zu lassen“. Nicht jede Störung macht sich sofort bemerkbar. „Manche verkörperlichen sich erst im Laufe des Wachstums und sind dann schwerer therapierbar. Je früher Funktionsstörungen oder Blockaden erkannt werden, desto leichter kann man sie korrigieren und so unter Umständen späteren Entwicklungsstörungen vorbeugen.“ Kinder reagieren meist schnell auf die sanften Heilimpulse. Babys benötigen oft nur eine bis zwei Sitzungen.

Bei welchen Beschwerden hilft Osteopathie Kindern?

  • Fehllagen im Mutterleib (z.B. Steißlage) und dadurch häufig auftretenden Hüftdysplasien und Fußdeformitäten
  • Nach besonders langen oder heftigen Geburten
  • Nach Geburten, die eine medizinische Intervention (Saugglocke, Zange, …) benötigten
  • Bei Kopfasymmetrien und häufig damit verbundenen Stillproblemen (Saug- oder Schluckprobleme)
  • Blähungen (Dreimonatskoliken), Verstopfung
  • Fehlbiss
  • Babys, die ohne erkenntliche Ursache viel schreien (Schreikind)
  • Haltungsschwäche, Skoliose, Schiefhals
  • Kopfschmerzen oder Migräne
  • Ständig wiederkehrende Infekte (z.B. Harnwegsinfekte, Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündungen, Mittelohrentzündung)
  • Allergisches Asthma
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Neurodermitis
  • Chronische Polyarthritis / Rheumatische Erkrankung
  • Bettnässen
  • Konzentrationsstörungen
  • ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom)
  • Schlafstörungen (Ein- oder Durchschlafstörungen)
  • Bauchschmerzen

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